Sonntag, 22. Februar 2015

Haarkur mit Öl

Bei mir ist es ein Ritual vor jeder Haarwäsche: eine Ölkur - wohltuend für die Haare, aber auch für die Kopfhaut.
Wie man das macht  und welche Öle man in welcher Situation verwenden kann, möchte ich euch heute vorstellen. 


Vorgehensweise

  1. Reichlich Öl in den Haaren und auf der Kopfhaut verteilen, indem man mit den öligen Fingern bzw. Handflächen durchs Haar streicht
  2. Über mehrere Stunden oder sogar über den ganzen Tag/die ganze Nacht hinweg einwirken lassen
  3. Beim Haare waschen ausspülen - am besten mit reichlich Spülung, die löst das überschüssige Öl besser vom Haar als reines Shampoo... sinnvoll ist hier die CWC-Methode (Conditioner - Wash - Conditioner), also...
    1. Spülung ins gesamte, nasse Haar geben und einwirken lassen, warm ausspülen
    2. Shampoo, bei Bedarf verdünnt, in Kopfhaut und (bei sehr viel benutztem Öl) auch in die Längen einmassieren, warm ausspülen
    3. nocheinmal Spülung einwirken lassen, lauwarm/kalt ausspülen

Welche Öle sind wann sinnvoll?


Zur Haarpflege bzw. zum Schutz

Öle kann man in die Kategorien trocknende, halbtrocknende und nicht trocknende Öle einteilen. Die Einteilung erfolgt am Anteil von ungesättigten Fettsäuren. 
Hier ein paar Beispiele:

Trocknende Öle: Walnussöl, Wildrosenöl, Leinöl, ...
Halbtrocknende Öle: Distelöl, Rapsöl, Sesamöl, Sonnenblumenöl, Traubenkernöl, ...
Nicht trocknende Öle: Arganöl, Avocadoöl, Jojobaöl*, Rizinusöl, Kokosöl, Olivenöl, ...

Trocknende sind dabei eher "leichtere" Öle, können also auch für leicht fettendes, feines oder glattes Haar genutzt werden, wohingegen nicht trocknende Öle "schwerer" sind und damit eher für stärkeres, dickeres, lockiges Haar geeignet sind.

Nicht trocknende Öle oder Buttern (Sheabutter, Kakaobutter) eignen sich am besten für die direkte Spitzenpflege, da sie einen Film ums Haar legen und es so vor Schäden schützen.
Für die Längen eignen sich eher halbtrocknende bzw. trocknende Öle.

Natürlich sind das nur allgemeine Aussagen, denn jedes Haar hat, u.a. abhängig vom Grad der Strapazierung, andere Bedürfnisse und somit andere Ansprüche an die zu benutzenden Öle.

Ich persönlich nutze meistens eine Mischung aus halbtrocknenden und nicht trocknenden Ölen und habe damit bis jetzt gute Erfahrungen gemacht. Denn nicht trocknende Öle pur hinterließen bei mir meistens einen Ölfilm, der sich nicht so toll auswaschen ließ, man hat es also nach dem Haare waschen immer noch gesehen.

* Genau genommen ist Jojobaöl kein Öl sondern ein bei Zimmertemperatur flüssiges Wachs, trotzdem lässt es sich hier einordnen. 

Bei Haarausfall
Speziell bei Haarausfall gibt es Öle, die gute Dienste leisten sollen, wenn man sie regelmäßig in die Kopfhaut einmassiert. 

Jojobaöl, Kokosöl, Klettenwurzelöl
Zusatz von ätherischem Rosmarinöl oder Teebaumöl


Bei trockener, gereizter Kopfhaut
Für den Fall, dass die Haare voll in Ordnung sind, aber die Kopfhaut trocken ist und juckt und deswegen vielleicht sogar Schuppen bildet, gibt es auch ein paar zu empfehlende Kandidaten. Diese sollten reichlich im Zuge einer Kopfhautmassage aufgetragen werden.

Arganöl, Avocadoöl, Jojobaöl, Kokosöl, Rizinusöl



Ich hoffe ich konnte euch einen guten Überblick über die Durchführung und verschiedenen Anwendungsmöglichkeiten einer Ölkur bieten. :)
Habt ihr noch Ergänzungen oder vielleicht ganz besonders tolle Erfahrungen mit einem bestimmten Öl? 


Liebe Grüße,
Julie

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